zurück

Betrug? Francesco Friedrich sorgt sich vor Olympia um seine Anhänger

Altenberg – Läuft es gut, läuft es gut! Doch diesmal gibt es beim erfolgreichen Rekordweltmeister und vierfachen Olympiasieger Francesco Friedrich (35) erhebliche Probleme. Sportlich ist der 35-Jährige zuversichtlich, dass er bei den Spielen in Cortina Mitte Februar noch das Ruder herumreißen kann. Ob er dabei jedoch die Unterstützung seiner Fans genießen kann, steht in den Sternen. Offenbar sind sie Opfer eines Betrugs geworden!

Der Pirnaer freut sich seit Jahren darauf, dass nach den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking endlich viele seiner Fans auch in Italien mit dabei sein werden.

„Über 50 wollen mitreisen“, erzählt Dietmar Wagner, der seit langer Zeit die Sponsoren-Allianz „Bobteam Friedrich“ koordiniert. „Wir gingen über eine Agentur aus Frankfurt, die Hotels reservieren und Bahntickets organisieren sollte. Wir haben sogar eine Anzahlung geleistet, doch kurz vor den Spielen war der Veranstalter plötzlich nicht mehr erreichbar.“

Nun steht Wagner vor einem Problem. Zwar existieren theoretisch Hotelbuchungen, diese sind jedoch nicht auf die Namen der Fans ausgestellt, und auch die Tickets für die Wettkämpfe müssen noch beschafft werden. „Ich bemühe mich, dass wir trotzdem mit so vielen wie möglich fahren können.“

Wer am vergangenen Wochenende erlebt hat, wie viel Stimmung die Friedrich-Fans verbreitet haben, versteht, wie sehr es dem Sachsen zu wünschen wäre, dass seine Anhänger doch noch den Weg nach Italien finden.

Sportlich möchte der Pilot seine Fangemeinde begeistern: „Wir fahren dorthin, um zu gewinnen – und nicht aus einem anderen Grund.“

Deshalb gibt er bis zu den Wettkämpfen (Zweier: 16./17. Februar, Vierer: 21./22. Februar) alles. Am Montag und Dienstag absolviert er zusätzliche Trainings in Altenberg, testet nochmals seine Ausrüstung – besonders für den Zweier-Bob. In der kommenden Woche geht es dann nach Innsbruck.

„Dort bereiten wir uns vor, weil wir näher an Cortina sind“, erklärt Friedrich. Danach nutzt er die zwei Trainingstage (4./5. Februar) auf der Bahn in Cortina.

„Anschließend kehren wir wieder nach Innsbruck zurück, weil wir dort wissen: Das Hotel ist klasse, das Essen hervorragend, die Trainingsbedingungen optimal und wir haben unsere Ruhe“, so der Olympiasieger.